Einführung in die Sozialarbeit II: Theorie?

Und darum stehe ich heute auch der oft unsäglichen Banalität der sozialarbeiterlichen  Begriffsbildungen ganz anders gegenüber: Was da (zu recht) als Banalität begegnet, sind nichts anderes als die vielen, vielen Selbstverständlichkeiten, die stillschweigend dem Tun und Lassen und Reden und Schweigen der Sozialarbeiter zugrundeliegen. Das ganze Terrain der Sozialarbeit ist mit solchen Selbstverständ- lichkeiten vermint, und es gibt nichts Gefährlicheres als das! Die großen Diskrepanzen zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, die gewaltigen Illusionen über Auftrag und Möglichkeiten der Sozialarbeit beruhen darauf.

Fast immer reicht es aus, diese Selbstverständlichkeiten auszusprechen und beim Namen zu nennen, um zu erkennen: Sie sind alles andere als selbstverständlich, und beruhen ihrerseits auf einer ganzen Reihe anderer Voraussetzungen, und diese wiederum… usw., in infinitum. Die unausge- sprochenen Voraussetzungen eines Satzes aufdecken und auf ihre Berechtigung befragen – das nennt man Kritik.

Unsere Auffassung ist: Der wissenschaftliche oder, wenn Sie so wollen, theoretische Teil der Sozialarbeit ist kritisch: Er hat den Sinn, den Sozialarbeiter in Acht zu nehmen gegen all die Selbstverständlichkeiten, die ihm von allen erdenklichen (und oft ganz unerwarteten) Seiten angedient und zugemutet werden.

Damit schließe ich die erste Vorbemerkung.

Doch schließe ich die zweite Vorbemerkung gleich an.

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~ von Panther Ray - September 20, 2008.

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