Eine Diskussion

Aus: About this blog – Jochen Ebmeier’s Weblog

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„Das Schönste, das wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht.“

Albert Einstein

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  1. rotegraefin sagte:
    September 13, 2008 um 11:26 Uhr vormittags eDem Zitat kann ich unumwunden zu stimmen.
    Dem der es ausgesprochen hat, nicht mehr. Es hat seine erste Frau schnöde sitzen gelassen und ihre Liebe verraten.
    Ich habe darüber eine gute Sendung im WDR3 gehört.
  2. ebmeierjochen sagte:
    September 13, 2008 um 1:19 Uhr nachmittags eIch unterscheide allerdings zwischen Wissenschaft und Biographie. Das Private ist, anderslautenden Parolen zum Trotz, nicht ‘politisch’.
  3. rotegraefin sagte:
    Oktober 20, 2008 um 10:32 Uhr vormittags eDa sind wir unterschiedlicher Meinung.
    “Die Hand die Wiege hält, regiert die Welt.”
    und
    “Wer ein Menschenleben rettet, rettet eine ganze Welt.”
    und
    “36 Gerechte sollen die Welt erhalten.”
    und
    “Es gibt nichts gutes außer man tut es.”
    und
    “Der Mensch steht im Mittelpunkt und damit allen im Wege.”
  4. ebmeierjochen sagte:
    Oktober 20, 2008 um 8:41 Uhr nachmittags eDie Moral gebietet, was ich mir selber schuldig bin.

    Was ich Anderen schuldig bin – und sie mir -, gebietet das Recht; nicht unbedingt die Buchstaben der Gesetze, aber doch deren Prinzip.

    Das eine betrifft die Privatperson und geht mich nichts an, da ich zu seinem privaten Kreis nicht gehöre. Das andere betrifft die öffentliche Person, und zu der allein ist mir ein Urteil erlaubt.

  5. rotegraefin sagte:
    Oktober 21, 2008 um 10:48 Uhr vormittags eDas ist eine Logik, die Du da aufzeigst, in der liegt jede Gestörtheit und Ungerechtigkeit verborgen und hat darin ihre Ursache. Leider!

    Solange wir Richter haben die tatsächlich behaupten Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei, solange werden wir in einer gestörten Welt leben.
    Ab dem Moment wo diese Spaltung aufgehoben wird, als reines Gedankenkonstrukt, zu dem nichts führt außer in den Wahnsinn. Sind wir wieder bei der realen Gerechtigkeit angkommen.

  6. ebmeierjochen sagte:
    Oktober 21, 2008 um 3:01 Uhr nachmittags eÜber das, was Recht und was gerecht ist, muss man sich mit andern einigen – nämlich darüber, was für alle verbindlich werden soll. Das wird nie ein für alle Mal geschehen, denn in die Fragen nach Recht und Gerechtigkeit spielen immer die Einzeleinteressen hinein, und die sind nunmal verschieden. Nie werden Alle das jeweils geltende Recht für gerecht halten.

    Was Du für gut und anständig hältst, darüber musst du Dich mit niemandem verständigen, das musst und kannst Du ganz allein entscheiden.

  7. rotegraefin sagte:
    Oktober 21, 2008 um 8:58 Uhr nachmittags eGrrrrrrrrrrrr! Wie dieses Argument hasse!
    “Was Du für gut und anständig hältst, darüber musst du Dich mit niemandem verständigen, das musst und kannst Du ganz allein entscheiden.”

    Das ist eben nicht in meine alleinige Entscheidung gegeben. Wenn mir von Beginn meines Lebens an Unrecht geschehen ist. Treffe ich im teuflischen Wiederholungszwang immer wieder auf Menschen, die genau diesen Unsinn behaupten.

    Ich habe z.B. meine Wohnung verloren, weil ich zu laut geweint und gehustet habe. Ich wurde allerdings als Säugling von meiner Mutter in den kaputten Teil des Hauses geschoben, weil ich zuviel weinte und sie dieses Weinen nicht aushalten konnte. Beide Verhaltensweisen entsprechen einer enormen psychischen Dummheit und seelischer Grausamkeit. Haben aber politische Folgen und Entsprechungen. Der Gefühllose pocht mit unerbittlicher Härte auf sein Recht Gefühllos bleiben zu dürfen.
    Wie wir mit Gefühlen und deren Ausdruck umgehen hat schon seine Entsprechung in unserer Gesellschaft und anscheinend scheine ich damit ziemlich allein da zustehen diesen Zusammenhang überhaupt zu sehen und aus zusprechen.

  8. ebmeierjochen sagte:
    Oktober 21, 2008 um 9:17 Uhr nachmittags eNa, dann will ich mal richtig deutlich werden: Du hast auf jemandes andern Gefühle schlicht und einfach keinen Anspruch. Die sind seine Sache, so wie Deine Gefühle Deine Sache sind; zum Beispiel, was Du hasst und was Dir lieb ist.

    Keiner studiert Psychologie, der’s nicht nötig hat, lautet ein Spruch von Psychologieprofessoren. Wenn einer Sozialarbeiter wird – oder auch nur bleibt, wie ich -, wird sicher auch immer eine Menge Privates mit hineinspielen. Aber wer diesen Beruf geradezu wählt, weil er hofft, indem er andern hilft, werden die ihm helfen, der ist wie ein Verdurstender, der Meerwasser trinkt. Es kann nicht ausbleiben, dass er enttäuscht wird. Aber er hat’s selber drauf angelegt.

    Und rede Dir nicht ein, Du stündest damit allein da. In diesem Beruf wimmelt es von Menschen, die Deiner Meinung sind. Ich verstehe nicht, wieso Du mit denen so schlecht auskommst. Es liegt doch nicht etwa daran, dass jeder meint, seine Gefühle wären berechtigt, aber die des andern nicht?

  9. rotegraefin sagte:
    Oktober 21, 2008 um 11:43 Uhr nachmittags eAber hallo genau daran liegt es.

    Wir leben zur Zeit, in der Einbildung die eigene Sicht der Dinge und damit auch die eigenen Gefühle bzw. Wertung der eigenen Sicht seinen absolut richtig.

    Wer in diesem richtig und falsch System stecken bleibt, bei mir verbunden mit der Einbildung dringend im Kontakt mit Menschen bleiben zu wollen/zu müssen, weil mir die Überheblichkeit der “Erleuchtenden” einfach auf den Wecker fällt, bleibt ein nützlicher Idiot.

    “Du hast auf jemandes andern Gefühle schlicht und einfach keinen Anspruch.”

    So ähnlich habe ich das mal einer Jugendlichen gesagt, die vor mir verzweifelt saß und behauptete, es wäre die Pflicht von Eltern ihre Kinder zu lieben. Damals habe ich etwas ähnliches behauptet wie Du heute noch. Es gibt keine Pflicht zu lieben.
    Aber es gibt noch viele andere Gefühle wie Hass, Angst, Neid, Trauer, Schmerz, Freude, Spaß, Glück etc. die mir geschenkt werden und die ich erlebe.

    Darauf erhebe ich einen Anspruch, dass die Menschen wieder lernen damit redlich umzugehen.

    Aber was sagst Du mir jetzt auch noch implizit. Dass es richtig war, von meiner Mutter mich wegzuschieben und dass es richtig war, dass mir die Wohnung gekündigt wurde. Dass der Richter auch Recht hat, der sagt: “Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.”?

    Mit dieser Haltung findest Du Dich in guter Gemeinschaft vieler Intellektueller und Verwaltungsfachleute vor allen Dingen vieler Männer obwohl mittlerweile schon viele Frauen hinzugekommen sind.

    Jetzt sind wir an dem Scheidepunkt angelangt an dem ich regelmäßig dann eine Trennung und Ablehnung von den Personen erlebt habe, mit denen ich zu tun hatte.

    Es kommt jetzt darauf an, ob Du Dir den Widerstand ansehen kannst, der offensichtlich fast automatisch auftaucht, wenn es lediglich “nur” um Empathie geht, die sich eben nur über Gefühle entwickeln lässt. Bei dem dann der Intellekt die Aufgabe anschließend wieder übernehmen kann, das Erlebte und Erfahrene in Worte zu fassen.
    Selbstverständlich hast Du ein Recht Dich vor einer Gefühlsüberschwemmung zu schützen. Aber nimm bitte zur Kenntnis, dass ich seit dem ich hier intensiver zu schreiben begonnen habe, ich von Herzschmerzen geplagt werde, die ich aus meiner Zeit mit der Freundschaft zu einem Mann kenne, der unfähig war zu seinen Gefühlen zu stehen.
    Ich habe meinen Vater und meine Brüder zu sehr geliebt, als dass ich nicht immer wieder versuchen würde dieses tödliche Denken aufzuzeigen, Gefühle dürften nicht sein, um mehr Raum für Lebendigkeit und Gerechtigkeit zu schaffen, die die Voraussetzung für eine friedliche Welt sind.
    Von Menschen immer wieder allein gelassen zu sein brauche ich mir nicht einzureden. Es ist eine Tatsache, die ich immer wieder mit neuem Erstaunen und verwundertem Entsetzen wahrnehme und akzeptieren lerne. Dies hat mich bescheiden werden lassen und dankbar für so wertvolle Begegnungen wie mit Dir. Obwohl auch hier schon gerade der Abschied eingeläutet wurde. Ich komme ganz einfach nur schwer mit soviel seelischer Grausamkeit zu recht, wie Du sie hier gerade ausdrückst, die mir aber so vertraut ist, dass ich jetzt erst einmal meine Zeit gebrauchen muss, um nicht in der Angst vor der Hoffnungslosigkeit zu versinken, sondern mich mal wieder am Schopfe der Vernunft packen kann und mir sagen kann, das ist einfach nur schlimm und das hast Du schon oft erlebt und wirst es auch wieder überleben, nur schade hier schien sich gerade etwas sehr Schönes und Wertvolles zu entwickeln.

    Selbstverständlich habe ich keinen Anspruch auf eine dauerhafte und festgeklopfte liebende Zuwendung? Aber habe ich das verlangt? Hast Du das verstanden?
    Ich glaube, dass ganz viele ungelöste Konflikte mit der Tatsache zu tun haben, dass wir noch nicht gelernt haben mit unseren Gefühlen konstruktiv um zu gehen, sondern sie lieber verdrängen, verschieben oder projizieren.

    “Aber wer diesen Beruf geradezu wählt, weil er hofft, indem er andern hilft, werden die ihm helfen, der ist wie ein Verdurstender, der Meerwasser trinkt.”
    Stimmt trifft wohl auf mich zu. Ich habe an die goldene Regel geglaubt. Aber auch dort wo ich ausdrücklich selber um Hilfe gebeten habe, sah ich mich über kurz oder lang wieder in die Helferrolle gedrängt. Ein Teufelskreis aus dem früh, um ihr ursprüngliches Gefühl beraubte nur sehr schlecht heraus kommen, wie sich hier auch mal wiederholt zeigt.

  10. ebmeierjochen sagte:
    Oktober 22, 2008 um 4:18 Uhr nachmittags eLiebe rote Gräfin, wir sind hier im Internet; das hast du vergessen. Du und ich, wir sind hier nur virtuell. Wir kennen uns gar nicht. Du weißt nicht einmal, ob es mich wirklich gibt, oder ob ich nur ein Fake bin. Du wirst doch nicht im Ernst von dem elektronischen Ding da vor Dir erwarten, dass es “authentische Gefühle” wiedergibt, mit denen Du empathieren kannst!

    All die Ansprüche, die Du hier eben angemeldet hast, die kannst Du in Deinem persönlichen Umfeld geltend machen, bei den Leuten, die Du kennst und die Dich kennen. Aber das hier ist DIE ÖFFENTLICHKEIT – und, wie gesagt, eine virtuelle obendrein. Willst Du auch hier ‘keine Unterschiede machen’?

    Du hättest gar nichts davon, wenn ich Dir hier Balsam in die Tasten tippte; denn Du weißt ja nicht, ob ich echt bin. Und wenn ich es wäre – ich bin ja doch nur ein @! Ich meinerseits hätte schon gar nichts davon – privat nicht, als Sozialarbeiter nicht und als Blogger schon gar nicht.

  11. rotegraefin sagte:
    Oktober 22, 2008 um 9:32 Uhr nachmittags eLieber ebmeierjochen,

    nee wer hätte das gedacht, das wir hier im Internet sind. Ich hab gedacht wir befinden uns auf einem Adelsschwof im Friedenssaal in Münster. ;)
    Manna Mia, jetzt sorgst Du aber für eine Enttäuschung nach der anderen. Bin mal echt gespannt wieviele Du noch auf Lager hast. Bei Deiner Intelligenz schätze ich mal so 100 000.

    Möchtest Du Dich nicht hier http://brightsblog.wordpress.com/ in die Diskussionen mit ein klinken die schwafeln da auch so ein abstruses Zeug, wie Du da gerade oben.

    Da ich alles verloren habe und folglich nur noch gewinnen kann. Schreibe ich hier. Da Du ja offensichtlich selber nicht weißt wer Du bist ein Fake oder wer oder was auch immer hast halt Pech gehabt. Anscheinend bist Du noch durchgeknallter als meine einzigste Schwester, die sagte mir mal: “Du , du bist nicht meine Schwester. Ich hätte gerne eine Schwester, aber du, du bist nicht meine Schwester. Die Blumen, die ich dir mitgebracht habe, die habe ich nicht dir mitgebracht, die habe ich meiner Schwester mitgebracht.” Alles klar? Haste alles verstanden? Wenn nicht dann noch mal lesen.

    Oder schön war auch der Psychologe, der mir Supervision geben wollte und als ich ihm einen gut reflektierten Bericht geschrieben hatte beendete er die qualvollen Sitzungen mit den Worten: “Sie haben mich zum Verfolger gemacht.”

    Also ich bedanke mich recht herzlich dafür, dass Du weißt wovon ich etwas habe. “Wer nicht will der hat schon.”
    Okay Du hegst die die idiotische Idee, Unrecht übersehen zu müssen. Ich hoffe Du machst Dir damit klar, dass Du damit “ein nützlicher Idiot” für die Erhaltung der bestehenden Verhältnisse bist, die immer mehr gestörte Menschen produziert.

~ von Panther Ray - Oktober 23, 2008.

11 Antworten to “Eine Diskussion”

  1. Ich will Dir damit sagen, dass der Versuch, seine Lebensnöte via Internet zu beheben, noch weniger sinnvoll ist als der Versuch, seinen Durst mit Salzwasser zu stillen. Ich weiß schon, ob es mich gibt, aber Du kannst es nicht wissen. Genauso wenig weiß ich, ob Du echt bist oder mich an der Nase herumführst.

    Ganz so frisch wie Du bin ich im Internet nicht mehr, und mich hat in manchem Diskussionsforum schon mancher Troll zum Besten gehalten. Und ich weiß, dass kein Kraut gewachsen ist, das einen davor bewahrt.

    Sicher kannst Du Dir hier alles von der Seele Reden; aber wenn ich es recht verstehe, suchst Du vielmehr persönliche Bestätigung, die Dir gegen Deine Selbstzweifel hilft. Und da bist Du hier ganz falsch. Denn im www. ist gar nix ‚persönlich‘, es ist ALLES virtuell – da ist sogar die Telefonseelsorge noch „echter“.

    Du kannst mir übrigens glauben, dass hier auf Erden jeder an seinem Kreuz trägt. Woher bist Du so sicher, dass Deins schwerer wiegt als das der andern? Und selbst, wenn es so wäre: Denen kannst Du das nicht zum Vorwurf machen, denn sie waren es ja nicht, die Dir Deins seinerzeit aufgeladen haben.

    Glaubst Du im Ernst, die Welt würde um einen Deut besser, wenn alle anfingen, sich gegenseitig ihr Klagelied zu singen? Na, das würde vielleicht ein Spektakel…

  2. „Glaubst Du im Ernst, die Welt würde um einen Deut besser, wenn alle anfingen, sich gegenseitig ihr Klagelied zu singen? Na, das würde vielleicht ein Spektakel…“

    Ja genau das glaube ich. „Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Dann würde endlich der Hass und die Kriegshetze aufhören.

    Es bedarf der Würdigung des Leides. Nur, Du kannst selber etwas nicht würdigen, was Du bei Dir selber ablehnst.Das ist der Knackpunkt.
    Es ist für mich ganz offensichtlich, dass Du Dir vermutlich, ähnlich wie mein jüngster Bruder, irgendwann einmal verboten hast, zu weinen weil Tränen anscheinend nichts bringen. Dabei übersiehst Du dann schnell, wie jetzt bei mir, dass es nur um eine momentane Anerkennung und Würdigung geht. Das kleine Kind in Dir verwechselt aber den Moment mit der Ewigkeit in dem es schon immer seine Tränen tapfer heruntergedrückt hat. Der kleine Junge in Dir ist der festen Überzeugung, dass die einmal getroffene Konfliktlösung die endgültig richtige ist und hat ganz entschieden Angst vor den Tränen einer Frau. Ein guter Junge kann seine Mutter nicht weinen sehen und muss tapfer sein, sonst geht die ganze Welt in einem endlosen Geschrei unter. Dabei sind Tränen, wie der Regen, der sich auch immer wieder mit dem Sonnenschein abwechselt.
    So wie ich mich bei Regen vernünftig anziehe oder im Haus bleibe, so ist es mit Sicherheit auch richtig sich bei zu viel Emotionen zu schützen, damit ich darin nicht untergehe. Aber wenn ich in eine Sintflut geraten bin und schwimmen gelernt habe und gerade wieder Boden unter die Füße bekommen habe, dann werde ich ganz schön sauer auf Typen wie Dich, die noch nicht einmal zu wissen scheinen, das Wasser überhaupt nass ist.

    Dagegen steht meine Erfahrung: „Man sieht alles viel besser mit Augen die geweint haben.“

    Schlimm und wirklich teuflisch sind Leute wie Du und dann auch noch in einem sozialen Beruf , die noch nicht einmal wahrnehmen können, das es da überhaupt einen Grund zum Weinen gibt. Oder noch einfacher, das Tränen erst einmal laufen dürfen und nur eines tröstenden Beistandes bedürfen, bis sie wieder versiegen. Nur die Erlaubnis intensive Gefühle haben zu dürfen und dann auch leben zu dürfen kann uns befreien, von unzumutbaren Zwängen.
    Zum Glück hatte ich da zu Beginn einen guten Therapeuten, der mir immer wieder sagte, er hätte mit vielen zu tun,die unter Einsamkeit litten, weil sie keinen Kontakt zu ihren Gefühlen hätten. Den „Fehler“ den ich immer gemacht habe, ist in meiner Umgebung den Leuten erst einmal beibringen zu wollen, das Gefühle und Fehler in Ordnung sind, solange man bereit ist daraus zu lernen.
    Es geht um die Kunst Hilflosigkeit auszuhalten. Dies erscheint vielen Menschen als sinnlos ist aber der einzige Weg aus der Sackgasse der Unmenschlichkeit.

  3. Eins ist sicher: Sollte ich gelegentlich Grund zum Weinen finden, so würde ich das nicht öffentlich tun. So wie es Zeiten für dieses und Zeten für jenes gibt, gibt es Orte für das eine und Orte für das andere.

    Aber du machst (magst) ja erklärtemaßen keine Unterschiede. Darum liegst Du so oft schief. So z. B., als Du jenem Mädchen, das sich beklagte, von seinen Eltern nicht geliebt worden zu sein, erklärtest, sie habe keinen Anspruch auf anderer Leute Liebe.

    Das war schon wieder zu viel. Ein Recht auf Liebe hat sie nicht. Aber einen moralischen Anspruch auf die Liebe ihrer Eltern hat sie schon. Und wenn sie die nicht gefunden hat, dann darf sie ihnen das vorwerfen, darf sie ihnen das übelnehmen und darf sie sie anklagen. Nur – sie vor Gericht auf Schadenersatz verklagen, das darf sie nicht.

    Soviel, um Die klar zu machen, wo der Unterschied zwischen (öffentlichem) Recht und (privater) Moral liegt. Aber Du willst ja nicht, dass der Unterschied zwischen Öffentlich und Privat Dir klar wird. Und doch ist er die große revolutionäre Errungenschaft der modernen, bürgerlichen Gesellschaft. Diese Scheidung eröffnet überhaupt erst einen Raum persönlicher Freiheit in einer vielfältig vergesellschafteten Welt.

    Diese Doppelung allein erlaubt Dir, in einer anonymen Öffentlichkeit über Deine Privatnöte zu klagen. Du musst Dich aber damit abfinden, dass sie den andern erlaubt, sich, wenn sie es wollen, die Ohren zu zu halten.

  4. Solange Du die Augen noch offen hältst, während Du die Ohren zu hältst und mir hier noch antwortest, bin ich es zufrieden. Allerdings weiß ich nicht ganz welchen Sinn es ergeben soll, das Du Deine Wahrnehmung bewusst einschränken willst und Dich selber behinderst. Aber des Menschen Wille ist schließlich sein Himmelreich.

    Im übrigen sagte meine Ma oft: „Die Andren sind im Schweinestall.“ Ich finde da sind sie gut aufgehoben Du nicht?
    http://rotegraefin.wordpress.com/2008/09/13/zwergenaufstand/

    Vielleicht liest Du auch mal was bei mir, dann kannst Du vielleicht verstehen, warum ich jeden Respekt vor der sogenannten Öffentlichkeit verloren habe.

    Wer bei mir mit dem Argument kommt: „Was sollen denn die Leute denken ist erst mal bei mir unten durch. Was Du mit Dir und Deinem Leben machst ist wirklich Deine Sache.

    Was Du mir aufdrücken willst nicht mehr. Es gibt nicht die Gesellschaft sondern einzelne Personen und ihre Familien.

    „Die Liebe ist ein Kind der Freiheit“ sie im Zaum zu halten und einzugrenzen war immer das Interesse von Macht geilen Typen.

    Das Private ist z.B. auch die Erziehung von Kindern. In diesem Fall meine, in der mir keinerlei Rechte zu gestanden wurden. Ich bin gerade dabei mir sie zu erobern.

    Es ist ausgesprochen nett von Dir mir dabei behilflich zu sein. In soweit bist Du doch ein besserer Sozialarbeiter, als ich annehmen musste seit Deinem miesen Selbstzeugnis.

    „Du hättest gar nichts davon, wenn ich Dir hier Balsam in die Tasten tippte; denn Du weißt ja nicht, ob ich echt bin. Und wenn ich es wäre – ich bin ja doch nur ein @! Ich meinerseits hätte schon gar nichts davon – privat nicht, als Sozialarbeiter nicht und als Blogger schon gar nicht.“

    Willkommen als Unperson! 🙂 Wann wirst Du ein Mensch noch in diesem Leben oder erst nach Deinem Tod?

  5. Hm,

    um mal auf Einstein zurückzukommen: Ich bin mir nicht so sicher ob er wirklich „gemein“ zu seiner ersten Frau war. Er gehört nicht zu den Männern die so etwas öffentlich diskutieren würden. Daher dürfte man kaum Informationen haben. Soweit ich weiß, hat er das ganze Geld, welches er aus seinem Nobelpreis gewonnen hat seiner ersten Frau gegeben als Ausgleich für die Scheidung.

    Es gibt leider keinen freien Willen, der so frei ist, dass wir uns willentlich dafür entscheiden könnten wen wir Lieben oder ob wir jemanden nicht mehr Lieben. In so fern kann man Einstein wohl keinen Vorwurf machen. Alles was wir von einander erwarten können ist ein angemessener und respektvoller Umgang miteinander. Wir können uns nicht aussuchen oder entscheiden was wir fühlen. Wir fühlen etwas und dann können wir uns mehr oder weniger frei entscheiden wie wir uns verhalten.
    Alles was wir dann einander vorwerfen könnten wäre in einem gewissen Rahmen dieses Verhalten. Und höchstens diesen Rahmen kann man mit öffentlichem Recht regeln.

    Das man recht haben kann aber das recht nicht bekommt, liegt häufig schlicht daran, dass der Richter nicht feststellen kann was wahr ist. Insbesondere wenn Aussage gegen Aussage steht.

    beste Grüße,
    Eike

  6. Liebe Gräfin,

    @Wahrnehmung: Wo hast Du das her, dass ich meine Wahrnehmung einschränke – und sogar absichtlich? Das zum Beispiel macht auch den Unterschied zwischen ‚öffentlich‘ und ‚privat‘ aus: Zwischen den Zeilen darfst Du lesen und hören im privaten, persönlichen Umgang. Im öffentlichen Verkehr solltest Du Dich damit bescheiden, zu lesen, was IN den Zeilen geschrieben steht. Wir kennen uns gar nicht. Wie kommst Du dazu, mich zu interpretieren?

    @aufdrücken: Wo habe ich Dir etwas aufgedrückt?

    @nett: Nett bin ich in keinster Weise, mir ist schon das Wort unsympathisch. Dass ich im Erwerbsberuf Sozialarbeiter bin, d.h. war, spielt hier gar keine Rolle. Ich habe mich ins Internet begeben, und das ist ÖFFENTLICHKEIT. Da gilt die Regel, eine Diskussion, die man angefangen hat, nicht zu beenden, ehe sie erschöpft ist.

    @Unperson: Das Problem mit Dir scheint zu sein, dass Du nicht verstehen willst, was nicht in Deinen Gefühlshaushalt passt. Ich weiß schon ganz gut, ob ich bin oder nicht. Aber Du kannst das hier im Internet nicht wissen. Vielleicht bin ich ein Team von Gehaltsschreibern? Vielleicht bin ich ein als lernfähig programmierter Computer (sowas gibt es längst), der imstande ist, selbsständig Post zu berantworten?

    Liebe Eike,
    – die Liebe ist (wie der Hass) eine Leidenschaft. Da kommt nicht zufällig das Wort ‚leiden‘ drin vor. Und das lateinische „passio“ hat dieselbe Wurzel wie unser ‚passiv‘. Freiheit ist eine Möglichkeit der Vernunft, nicht der Passionen.

    – Richter können nicht nur nicht wissen, ob ihnen wirklich alle fallbezüglichen Informationen vorliegen. Sie können nicht einmal das „als Recht sprechen“, was sie persönlich für rechtens erachten. Denn ihre Sprüche dürfen nur das berücksichtigen, was material bewiesen wurde – und nicht das, was ihnen ’nach gesundem Menschenverstand‘ plausibel erschien; denn da wir in einem Rechtsstaat leben, ist jedes Urteil auf der nächsthöheren Instanz überprüfbar. Seine Urteile müssen so gesprochen sein, dass sie dieser Überprüfung gegebenen Falls Stand halten.

    Gruß
    J.E.

  7. Hallo Eike,
    Jetzt habe ich gedacht, ich lade hier einen klugen und sensiblen Mann zum mit diskutieren ein. Schwupps stellt er sich als Feind heraus. Na ja was soll’s nachdem ich schon keine Freunde habe, die ich lieben kann, ziehe ich mich darauf zurück meine Feinde zu lieben. Willkommen also in Feindesland.

    Liebe ist eine Willensentscheidung. Wäre sie das nicht hätte ich mich schon längst umgebracht, wie mein Bruder. Genauso wie leben zu wollen, ist ebenfalls eine Entscheidung des Willens. Das Leben ist allerdings mit Liebe gewürzt wesentlicher und spannender.

    Leben lieben leiden sind Synonyme die nicht voneinander zu trennen sind. Das eine ist ohne das andere nicht möglich.
    Wo Leben ist da ist auch Liebe und Leid. Nur Menschen, die der Ansicht sind leiden dürfte nicht sein und davon gibt es (Gott sei es getrommelt und geklagt)viel zu viele davon. Wird der Mensch zum Objekt degradiert und dem Leben der Sinn genommen, den wir ja nur durch unsere Sinne erfassen oder erleiden können.

    Es gibt aber einen freien Willen ob ich wenn ich mich trenne, dies mit Fairnis tue oder ob ich auf widerliche Art und Weise meine Macht ausspiele. Es ist eine Frage von Anstand. Die hat Einstein seiner ersten Frau eindeutig gegenüber vermissen lassen. Das kreide ich an.

    Als ich vor Jahren von meinem 17 jährigen Bruder gewaltsam daran gehindert wurde mein Recht auf Achtung ein zu-fordern und meine Eltern mit Genugtuung zugesehen haben, wie ich dreimal auf dem Boden landete. Wurde ich vom Arzt wie von der Polizei so behandelt, als ob ich was ganz Schlimmes täte, wenn ich Anzeige erstatte. Körperverletzung war damals noch kein Offizialdelikt. Diebstahl wohl. Also Material hatte mehr Schutz als die Unverletzlichkeit der Person.

    Möchtest Du Recht haben und es nicht bekommen? Ist das in Ordnung für Dich in einer Gesellschaft zu leben, wo die Richter bewusst so entscheiden? Hatten wir hier nicht schon einmal eine Zeit in der „ganz legal und gesetzlich geordnet“ 6 Millionen Juden und andere unerwünschte Personen in den Gaskammern verschwanden und unsere Väter, Großväter den Kanonen zum Futter vorgeworfen wurden. Möchtest Du eine Zeit wieder erleben?

  8. Hallo Jochen,

    Du hast so klare und einfache Diagnosen aufgestellt und ich bin total enttäuscht und erstaunt, wie wenig es jetzt bei Dir in die Praxis eingeflossen ist.

    Ich habe hier mit Dir zu tun und wenn Du gerne Phantasiespielchen spielst. Spiele ich sie mit. Ich nehme Dich auf Dein einseitiges intellektuelles Ärmchen und schaukel Dich ein wenig. Dabei lach ich mir einen Ast und schaukel mich drauf.
    Meine Regel lautet das Private ist das Politische und dabei bleibe ich. Du bist die ganze Zeit dabei mir den unsinnigsten Argumenten das Gegenteil zu beweisen. Da eine Gruppe immer mehr ist als die Summe der Personen

    „Du musst Dich aber damit abfinden, dass sie den andern erlaubt, sich, wenn sie es wollen, die Ohren zu zu halten.“

    Allein in diesem Satz versuchst mir schon Deine Meinung aufzudrücken. Kannst Du mit bitte sagen, warum ich mich mit irgendeinem Unrecht auf dieser Welt abfinden soll? Das wirst bestimmt nur Du verstehen. Ich verstehe davon nicht die Bohne. Ist Ignoranz und zwar öffentliche Ignoranz eine wünschenswerte Eigenschaft oder warum sollte ich mich damit abfinden?

    „Ich weiß schon ganz gut, ob ich bin oder nicht.“ Schon diese Behauptung ist ganz ein idiotisch. Wenn Du weißt, dass Du bist, kann es einfach kein oder nicht geben. Das ist gequirlter Blödsinn. Wenn etwas da ist. Dann ist es da Punkt fertig aus. Da rüber gibt es nix zu diskutieren. Oder bist Du im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren steckengeblieben und hältst Dir die Augen zu und spielst „Kuckuck da“ Du spielst mit Optionen, die ich alle für verrückt halte. Gehaltsschreiber, die in meinem Namen so einen Blödsinn schreiben wie Du gerade, die hätten bei mir ganz schnell kein Gehalt mehr.

    Ich halte Dich vielmehr für eine reale Person, die sich gerade entschlossen hat ein bisschen verrückt zu spielen. Spielen ist für mich in Ordnung, solange dabei für alle ein Gewinn raus springt. Als lernfähiger Computer bist Du allerdings schon sehr flexibel in Deiner Ausdrucksweise. Meine Gratulation dem Konstrukteur. 🙂

    Was ich hier im Internet mit Sicherheit weiß, dass hinter jedem Kommentar ein menschliches Wesen steckt. Dieses Wesen ist nach meinem Glauben göttlich und okay. Dann bleibt für nur noch die Frage, warum verhältst Du Dich so eigenartig? Deine Theorie ist stimmig, da kann ich wenig moppern, warum verhältst Du Dich merkwürdig?

  9. Zit.: „Ich habe mich ins Internet begeben, und das ist ÖFFENTLICHKEIT. Da gilt die Regel, eine Diskussion, die man angefangen hat, nicht zu beenden, ehe sie erschöpft ist.“

    Diese Diskussion IST erschöpft.

  10. lol was bist Du doch für ein schlechter Verlierer!

  11. So, das war’s.

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